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Einbecker Bierpfad - Fass 7: Von historischen Wassern und heimischer Braugerste

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Auf einen Blick

  • Einbeck
  • Für Kinder

Braurecht der BürgerRegeln / Einfluss der StadtName Bockbier / BraumeisterExport / Hanse

Der Bierpfad startet vor dem Historischen Rathaus am Marktplatz. Hier tagt seit dem Mittelalter der Stadtrat. Doch was hat dies mit dem Einbecker Bier zu tun?
Alle Einbecker Bürger:innen hatte im Mittelalter das Recht, in ihrem Haus Bier zur Selbstversorgung und zum regionalen Handel zu brauen.
 
Doch ab dem 14. Jahrhundert begann der Handel auf dem überregionalen Markt. Um eine gleichbleibende Qualität zu garantieren, wurde auf Geheiß des Stadtrats das gewerbsmäßige Brauen nur noch für Vollbürger erlaubt und das Braurecht ans Haus gekoppelt. Zudem wurde die Anzahl der Häuser mit Braurecht festgelegt.
Nach der Brausaison wurde hier auf dem Marktplatz im Mai die Reihenfolge ausgelost, in der im kommenden Winter gebraut werden durfte. Der Hausbesitzer musste die Brauzutaten beschaffen und Hilfspersonal bereitstellen. Der Rat stellte die kupferne Braupfanne und regelte in einer Brauordnung den ordnungsgemäßen Ablauf des Brauens, die Mengenverhältnisse der Zutaten sowie die Qualitätssicherung durch zehn vertraglich gebundene Braumeister.
 
Das Einbecker bzw. Ainpöckische Bier war in den deutschen Landen sehr beliebt. Deshalb wurde laut einer Legende 1612 ein Einbecker Braumeister nach München abgeworben, um dort das „Ainpöckische“ für die Bayern zu brauen. Durch den bayrischen Dialekt wurde aus „Ainpöckisch Bier“ über „Oanpock Bier“ bald das berühmte „Bockbier". So hat das bekannte Bockbier (ein Starkbier mit hohem Alkoholgehalt) seinen Ursprung in Einbeck.

Das Ainpöckische Bier erhielt durch das Zufügen von Hopfen einen intensiveren Geschmack als das übliche Dünnbier. Zudem wurde es haltbarer und über weite Distanzen transportfähig. Von1368bis zum Ende des 17. Jahrhundert war Einbeck Hansestadt. Durch die verbesserte Qualität war Einbecker Bier begehrt und wurde an über hundert Absatzorte von Skandinavien bis zum Alpenvorland exportiert. Die ältesten Hinweise auf Bierexport belegen Bierlieferungen nach Hamburg (1351) und eine Rechnung von 1378 an das Celler Schloss.

Die Blütezeit der Einbecker Bierproduktion lag zwischen 1350 und 1600.
 
Tipp: Schaut euch den historischen Rathauskeller bei einer 360°-Tour (QR-Code) an. Hier lagert die Brauerei Bockbier zu Forschungszwecken.

Auf der Karte

Einbecker Bierpfad - Fass 7: Von historischen Wassern und heimischer Braugerste
Einbeck Tourismus
Marktstraße 13
37574 Einbeck
Deutschland

Tel.: +49 55 61 / 916 - 555
Fax: +49 55 61 / 916 500 940
E-Mail:
Webseite: www.einbeck-tourismus.de

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